Fotoapparate Photos - Kamera und Bilder

Kamera und Digitalfotografie

 

„Photos" kommt aus dem Griechischen und heißt soviel wie „Licht" oder „Helligkeit". So ist eine Photographie etwas mit Licht Gemaltes oder Gezeichnetes - also ein Lichtbild. Dieses Lichtbild entsteht durch fotografische Verfahren und tritt sowohl als Negativ (Film) als auch als Positiv (Papier, Karton) auf. Fotografische Träger können auch Glasplatten, Folien oder Diapositive sein.

 

Das erste bekannte Photo stammt aus dem Jahre 1826 - da war Napoleon gerade erst fünf Jahre tot. Die reichlich verschwommene Aufnahme des Franzosen Nièpce zeigt ein Blick aus seinem Fenster auf den Hof. Die Ansicht wurde auf einer Zinnplatte mit Asphaltschicht festgehalten, das Bild war acht (!) Stunden lang belichtet worden.

 

Wie man sieht, hatten erste Aufnahmen, die man noch Daguerreotypien nannte, mit Photos, wie wir sie heute verstehen, reichlich wenig gemein. Und die ersten Fotoapparate waren Kästen aus Holz, die Daguerreotypien als Bildträger waren Silberplatten, die hin und her gewendet werden mussten, bis man in richtiger Beleuchtung ein zartes Bild erkennen konnte. 

Silber spielt in der herkömmlichen, analogen Fotografie noch heute eine Rolle. Bei dieser Fotografie ist die Schicht auf der Bildebene eine Emulsion. Die Emulsion besteht aus einem Gel, in dem gleichmäßig kleine Körnchen, meist aus Silberbromid, verteilt sind.

 

 

Bei Lichteinfall zerfällt das Silberbromid in seine beiden Bestandteile Silber und Brom und die belichteten Kristalle heben sich durch die Schwarzfärbung des Silbers vom Hintergrund ab. So entstehen am Ende Schwarz-Weiß-Photos. Je kleiner die Körnchen sind, umso weniger lichtempfindlich ist die Schicht (angegeben in ISO-Norm). Dafür allerdings ist die Auflösung besser (Körnung).

 

Kameras und Digitalbilder

 

Es dauerte nicht lange, bis man nach der Schwarz-Weiß-Fotografie auch daran ging, Photos in Farbe herzustellen. Der erste Farbfilm (Dreischichtenfilm) wurde 1936 von Agfa in Wolfen entwickelt, doch Farbfotos gab es schon weitaus früher. Erste Experimente damit gab es um 1850, „Heliochromie" nannte man die Versuche.

 

 

Photos in Schwarz-Weiß und in Farbe stehen gleichberechtig nebeneinander. Im digitalen Zeitalter hat die Schwarz-Weiß-Fotografie keineswegs ausgedient. Besonders in der künstlerischen Fotografie, beim Akt oder Landschaft z.B. ist sie ein wirksames Ausdrucksmittel. Und dank moderner Bildbearbeitungsprogramme kann man heute Farbfotos in Schwarz-Weiß-Aufnahmen verwandeln.  Und schließlich kann man Farbe und Schwarz-Weiß innerhalb eines Motivs miteinander verbinden, um die Aussage bzw. den Effekt zu erhöhen.

 

 

Jedes Foto braucht zuvor einen Fotoapparat, mit dessen optischen System eingefangenes Licht auf eine lichtempfindliche Schicht geworfen wird - in einer analogen Kamera auf einen Film oder auf eine Fotoplatte, bei einem digitalen Gerät auf einen Sensor. Und damit am Ende ein gelungenes Foto herauskommt, sind dann „nur" noch Belichtungszeit, Blende, Scharfstellung, Brennweite und Beleuchtung zu beachten. Eigentlich ganz einfach...

 

© Klaus-Peter Adler - Fotolia.com

 
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